Wahlkampfauftakt der CDU Kalbach

In einer gut besuchten Veranstaltung der CDU Kalbach im Bürgerhaus von Heubach wurde der Wahlkampf eingeläutet. Mit prominenter Unterstützung durch den Bundestagsabgeordneten Michael Brand wurde eine erste Standortbestimmung vorgenommen.

CDU-Schlachtfest-2016-Heubach-DSC01104Der heimische Bundestagsabgeordnete Michael Brand spannte in seiner engagierten wie nachdenklichen Rede den Bogen von der Kommunalpolitik bis hin zu den akuten internationalen Herausforderungen. Brand forderte dazu auf, „mit vollem Einsatz bei den Bürgern für die Fortsetzung einer erfolgreichen Politik in unserer Heimat zu werben“. „Viele Regionen in Deutschland beneiden uns um unsere starke Region Fulda“, betonte Brand. „Unsere gute wirtschaftliche Entwicklung, das starke Bildungsangebot und die bürgernahe Arbeit sind seit Jahrzehnten durch eine starke CDU geprägt.“ Brand betonte selbstbewusst: „Von dieser Stärke der CDU haben in den Dörfern und Städten im Fuldaer Land die Menschen stark profitiert, hier läuft es rund, die Lebensqualität ist hoch – und das soll auch so bleiben!“ Zugleich warnte der Abgeordnete davor, das Erreichte zu gefährden. „Die Erfolge der Region sind nicht vom Himmel gefallen, sondern Ergebnis konsequenter Arbeit, auch politischer Entscheidungen.“

CDU-Schlachtfest-2016-Heubach-DSC01134Mit Blick auf die Flüchtlingskrise sagte Brand, dass „gerade diese große Herausforderung und die Gefahren umso mehr eine politische Kraft brauchen, die jetzt Nerven bewahrt und nicht in Panik verfällt.“ Brand mahnte, angesichts der Dimension „doppelt vorsichtig zu sein und keine Scheinlösungen anzubieten“. „Es ist die größte Krise des vereinten Europa und es könnte eine Existenzkrise werden, wenn wir sie nicht lösen – mit fatalen Folgen auch in Deutschland für Wirtschaft und Sicherheit.“

Die Vorfälle in Köln, die Unsicherheit in der Bevölkerung sowie die „nicht akzeptable Verweigerung von Kooperation in Europa“ hätten zu einer „gefährlichen Gemengelage“ geführt, dCDU-Schlachtfest-2016-Heubach-DSC01093ie „in den nächsten Wochen entschärft werden muss.“ „Schutz für Verfolgte und zugleich klarer Kurs gegen Kriminelle und für die Einhaltung unserer Verfassung, unserer Werte“, bezeichnete Brand als Aufgabe aller Demokraten. „Es sei nicht überzeugend, wenn manche die Islamisierung des Abendlandes beschreien und wir ein mangelndes Bekenntnis zu christlichen Werten innerhalb unserer Gesellschaft zu beklagen haben“, appellierte Brand zu mehr Eintreten für christliche Werte. Gerade jüngst bei der Entscheidung über die Sterbehilfe sei es gelungen, den Schutz des Menschen am Ende des Lebens zu stärken. „Wir dürfen jetzt auch nicht zulassen, dass die Lautsprecher unser Land schlechter machen als es ist. Wir müssen die Probleme benennen, und sie mit Entschlusskraft und einer gesunden Portion Optimismus angehen.“

Im Anschluss an den Bundestagsabgeordneten ging Stefan Burkard, 1. Beigeordneter der Gemeinde Kalbach, auf die aktuellen Themen der Kommunalpolitik ein. Die Verdienste der CDU Kalbach der letzten 30 Jahre wurden betont: Bürgerhäuser in allen Ortsteilen, gut ausgestattete Feuerwehren, ausgeglichene Haushalte, niedrige Realsteuern, gute Angebote für Kinder und Familien. „Wir können stolz auf das Erreichte sein“, so Burkard, „wir dürfen uns darauf allerdings nicht ausruhen.“
So beschrieb er als großes Anliegen, die Bürgerinnen und Bürger besser bei den kommunalpolitischen Themen mitzunehmen und einzubinden. Dabei sollten die digitalen Medien verstärkt genutzt, Bürgerstammtische angeboten und Ortsteile begangen werden. „Die Probleme vor Ort aufzunehmen, ist unsere vordringlichste Aufgabe“, ist sich Burkard sicher.

Burkard begrüßte die Gründung einer neuen Wählergemeinschaft „Bürger für Kalbach“ und bedauerte, dass die seit 1993 existierende Bürgerliste nicht mehr ins Rennen zur Kommunalwahl gehe. „Die neue Wählergemeinschaft wird unser politisches Geschäft beleben und zu mehr Vielfalt in der Gemeindevertretung führen“, glaubt Burkard. Allerdings habe er noch nicht entdeckt, mit welchem Programm die „Bürger für Kalbach“ antreten werden. Nur gegen die etablierten Parteien von CDU und SPD zu sein und von verstaubter Kommunalpolitik zu reden, sei zu kurz gegriffen. Ein Profil der BfK sei nicht zu erkennen, weshalb er sich auf den Dialog der nächsten Wochen freue.
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„Kalbach hat am 6. März die Wahl, aber nicht die Qual der Wahl“, so Burkard abschließend. Auf die CDU Kalbach ist Verlass, sie steht für Erfahrung und für den Willen, frische Ideen mit neuen und etablierten Kandidatinnen und Kandidaten auf den Weg zu bringen.

Am Ende der Veranstaltung führte Karl-Heinz Kaib für den CDU Vorstand die Ehrung verdienter Mitglieder durch. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden geehrt Thomas Weiß (Uttrichshausen), für 40-jährige Mitgliedschaft Alois Möller (Mittelkalbach) und Willi Glock (Heubach) und für 50-jährige Mitgliedschaft Winfried Kremer und Elmar Schmitt (Niederkalbach). Karl-Heinz Kaib dankte im Namen der CDU den geehrten für ihre Treue und ehrenamtlichen Dienste zum Wohle der Gemeinde Kalbach.
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Der CDU Gemeindeverbandsvorsitzende Wolfgang Maul appellierte an die Bürgerinnen und Bürger am 6. März Ihre Stimme abzugeben und beendete den offiziellen Teil der Veranstaltung. Als Gäste konnte die CDU Kalbach den Landtagsabgeordneten Markus Meysner, den Bürgermeister der Gemeinde Kalbach Florian Hölzer und den Ortsvorsteher von Heubach Gerhard Müller und als Special Guest das Gräthje von Schustersch Häwich als Urgestein von Heubach begrüßen.

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