Florian Kraus strebt ins Rathaus

Kalbach – Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Der Vorstand der CDU Kalbach wollte seinen Kandidaten in einer Mitgliederversammlung am kommenden Freitag der Basis vorstellen, doch die aktuelle Lage um den Corona – Virus änderte nun sehr kurzfristig die Planungen der Christdemokraten. Um eine Gesundheit der Mitglieder nicht zu gefährden und dennoch die gesetzlichen Fristen einzuhalten, entschied man sich stattdessen für die Möglichkeit einer Einzelkandidatur durch Unterstützerunterschriften. Dies ändert allerdings nichts an der breiten Unterstützung durch die CDU Kalbach. “Wir stehen voll hinter unserem Kandidaten!”, so CDU Vorstandsvorsitzender Frank Röhrig.

Im Vorfeld hatte eine sechsköpfige Findungskommission unter Röhrig´s Vorsitz ihre Empfehlung an den Vorstand ausgesprochen. Der Vorstandsbeschluss des CDU – Gemeindeverbandes fand im Rahmen einer Umlaufabstimmung statt. Kraus nach seiner Nominierung: „Corona schränkt uns überall ein, nun auch bei einer solch wichtigen Entscheidung wie der Bürgermeisterwahl. Ich bin dennoch glücklich, dass ich als Kandidat auf die Unterstützung der CDU bauen kann.“

„Florian Kraus ist genau der Kandidat, den wir für die anstehende Bürgermeisterwahl gesucht haben. Jung, familiär, zielstrebig und politisch unverbraucht. Nach der letzten Bürgermeisterwahl und den Erfahrungen der letzten Jahre ist ein Neuanfang für die CDU Kalbach mit einem neuen Gesicht voller Visionen von großer Bedeutung“, so der Fraktionsvorsitzende der CDU Kalbach Stefan Burkard.

Kraus, der als Sohn eines Polizisten und einer Verwaltungsangestellten in Fulda geboren ist, wuchs im Fuldaer Stadtteil Lehnerz und später in Neuhof – Giesel auf. Nach der Realschule absolvierte er von 2002 – 2005 eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten beim Magistrat der Stadt Fulda. Dort sammelte er bis dato insgesamt 18 Jahre Erfahrungen in der öffentlichen Verwaltung und machte in dieser Zeit seinen Abschluss als Ausbilder und Verwaltungsfachwirt. Aktuell ist er als Leistungssachbearbeiter im Sozialamt tätig und mitverantwortlich im Projekt zur Digitalisierung der Verwaltung.

Auch ehrenamtlich ist Florian Kraus aktiv. 2001 trat er als Helfer dem Technischen Hilfswerk in Neuhof bei. Dort wurde er 2005 aufgrund seiner Verwaltungserfahrung zum jüngsten Ortsbeauftragten bundesweit berufen und leitete den Ortsverband in eigener Regie. Öffentliche Finanzen, Einhalten von Budgets, Personalführung, Repräsentation und Öffentlichkeitsarbeit gehörten zu den zwar ehrenamtlichen, aber dennoch täglichen Aufgaben. Seit 2015 ist Kraus wieder im Einsatzdienst und als stellvertretender Zugführer für die Einsatzbereitschaft der Einsatzleitung verantwortlich.

Im THW lernte er 2007 seine Frau Samira kennen. 2015 folgte dann die standesamtliche und kirchliche Hochzeit, bevor in 2017 der gemeinsame Sohn zur Welt kam. Zeitgleich bezogen die drei ihr Eigenheim im Mittelkalbacher Neubaugebiet. Von vielen Bürgern der Gemeinde wurde die Familie freundlich aufgenommen, sei es beim Spaziergang oder am Fußballplatz. Mit der aktiven Beteiligung im Sportverein und der Kirche legten sie einen Grundstein für eine gelungene Integration ins Gemeindeleben.

„Wir leben jetzt hier in Kalbach und unser Sohn wird hier aufwachsen. Ich möchte mich daher aktiv am Gemeindeleben beteiligen und die Zukunft der Gemeinde mitgestalten“, so Kraus, der mit dem Slogan „Unser Kalbach kann mehr“ für ein nachhaltiges und zukunftsgerichtetes Kalbach wirbt. In den nächsten Wochen können sich die Bürgerinnen und Bürger weiter über ihn informieren und näher kennenlernen. Dazu wird im Laufe des Tages eine eigene Homepage (www.kraus-kalbach.de) veröffentlicht und er wird Flyer verteilen. “In wie weit Wahlkampfveranstaltungen in diesen Zeiten möglich sind, bleibt abzuwarten”, so Kraus, der auch Einzelgespräche mit der Bevölkerung anbietet und sucht, solange Großveranstaltungen nicht förderlich sind.

„In Anbetracht der Schuldenentwicklung der letzten Jahre gilt es in Zukunft schlichtweg Prioritäten zu setzen“, so Kraus, der behutsam und abwägend eine solide Gemeindefinanzierung anstrebt. Unternehmerisches Denken und soziale Verantwortung müssen nach seinem Dafürhalten kein Widerspruch sein. Bekräftigt wird diese Haltung durch seinen Wunsch, für die Gemeinde Kalbach eine selbstständige Hebamme gewinnen zu können, die auch vor Ort entsprechende Vor- und Nachbereitungskurse anbieten kann. Mit einem gezielten Förderprogramm will er die Existenzgründung für eine Hebamme vereinfachen. Dies würde Kalbach als familienfreundliche Gemeinde weiter bestätigen.

Die Transparenz zwischen Verwaltung, Bürger und auch Gremien möchte er so gut wie nur möglich ausbauen. „Die aktuellen Spannungen zwischen den Parteien oder auch Nichtparteien innerhalb der Gremien sind inakzeptabel und für die Zukunft Kalbachs nur eine Bremse“, deutet Kraus die aktuelle politische Situation, die es zu verbessern gilt. “Gerade in Zeiten von geplanten Strom- und Bahntrassen müssen die Gremien zusammenhalten und auf eine volle Unterstützung der Verwaltung bauen können.”

Auch das Thema Digitalisierung steht auf seinem Programm. “Das immer wieder genannte Ziel einer papierlosen Verwaltung ist eine Mammutaufgabe”, die Kraus als Herausforderung der nächsten Jahre sieht. Als Digitalisierungslotse und seiner derzeitigen Tätigkeit in mehreren Projektgruppen der Stadt Fulda zu diesem Thema ist er hier bestens aufgestellt.

Man erkennt also eine klare Handschrift in seinem Wahlprogramm, nämlich nicht alles neu machen, aber vieles besser. Alles ganz getreu seinem Motto: „Unser Kalbach kann mehr“. Er wirbt damit um die Unterstützung der Wählerinnen und Wähler für die geplante Wahl am Sonntag, 07. Juni 2020

Markiert in: